Fördermittel für Stadtentwicklung in Guben
Die Stadt Guben hat heute, am 6. März 2026, mehrere bedeutende Zuwendungsbescheide für zentrale Stadtentwicklungsprojekte erhalten. Staatssekretärin Dr. Ina Bartmann aus dem Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg übergab die Fördermittel persönlich. Insgesamt stehen der Stadt rund 11 Millionen Euro aus verschiedenen Förderprogrammen von Bund, Land und Europäischer Union zur Verfügung. Ein Teil der Förderung stammt aus den Bund-Länder-Programmen der Städtebauförderung.
Im Programm „Lebendige Zentren“ erhält die Stadt Guben im Programmjahr 2025 Fördermittel in Höhe von 1.163.000 Euro. Dazu zählt die Reaktivierung des historischen Torhauses in der Berliner Straße. Ebenfalls übergeben wurde der Zuwendungsbescheid im Programm „Wachstum und nachhaltige Erneuerung – Rückbau“. Dafür erhält die Stadt Guben Fördermittel in Höhe von 1.400.000 Euro. Die Mittel sollen für den Rückbau von Wohngebäuden eingesetzt werden. Damit wird der Stadtumbauprozess fortgeführt und die Wohnqualität in den dauerhaft zu erhaltenden Kernbereichen der Quartiere gesichert.
Den größten Anteil der Förderung erhält die Stadt Guben aus dem Programm „Nachhaltige Stadtentwicklung“, das durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert wird. Rund 8,5 Millionen Euro fließen in die Sanierung des Einzeldenkmals Alte Poststraße 63. Das Gebäude soll zu einem Mehrgenerationenhaus umgebaut werden und künftig vielfältige Bildungs-, Kultur-, Gesundheits- und Freizeitangebote für alle Generationen bündeln. Nach aktuellem Planungsstand belaufen sich die Gesamtkosten für die Sanierung auf rund zehn Millionen Euro.
Das Projekt wird einen wichtigen Beitrag zur Stärkung des sozialen Lebens in der Altstadt leisten und gleichzeitig das historische Stadtbild aufwerten. Parallel arbeitet die Stadt Guben weiterhin daran, neue Einwohnerinnen und Einwohner für die Stadt zu gewinnen. Diese Bemühungen zeigen Wirkung: Im Jahr 2025 konnte erneut ein positives Wanderungssaldo verzeichnet werden. Während 511 Menschen die Stadt verließen, entschieden sich 652 Menschen neu für Guben. Bürgermeister Fred Mahro betont die Bedeutung der Fördermittel für die weitere Entwicklung der Stadt: „Die Fördermittel in Höhe von rund elf Millionen Euro sind ein starkes Signal für die Zukunft unserer Stadt. Sie geben uns die Möglichkeit, Guben sichtbar weiterzuentwickeln, mit der Reaktivierung historischer Gebäude wie dem Torhaus, dem Umbau der Alten Poststraße 63 zu einem Mehrgenerationenhaus sowie dem Neubau einer Kita. Damit schaffen wir neue Orte für Begegnung, Bildung und Zusammenleben und stärken zugleich unsere Altstadt.
Dass sich im vergangenen Jahr mehr Menschen für Guben entschieden haben als die Stadt verlassen haben, zeigt zudem, dass unsere Stadt weiter an Attraktivität gewinnt. Diese Entwicklung wollen wir konsequent fortsetzen und Guben Schritt für Schritt weiter voranbringen.“ Mit den Fördermitteln werden wichtige Impulse für die weitere Entwicklung der Stadt gesetzt und konkrete Vorhaben in der Altstadt sowie in den Wohnquartieren umgesetzt.
