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Rückkehrerinitiative "Guben tut gut." gestartet

Landesregierung unterstützt Auftakt der Rückkehrerinitiative „Guben tut gut.“

Die Neißestadt rollt potenziellen Rückkehrern ab sofort mit einer neuen Rückkehrerinitiative den roten Teppich aus. Die Initiative mit dem Leitspruch „Guben tut gut.“ will ehemaligen Gubenerinnen und Gubenern sowie Zuzüglern die Rückkehr in die Heimatstadt ermöglichen. Das mehrjährige Projekt wird zum Auftakt in 2018 mit Fördermitteln der Brandenburger Lan-desregierung unterstützt. Ministerpräsident Dietmar Woidke hat den Zuwendungsbescheid in Höhe von 52.000 Euro zusammen mit Torsten Maciuga von der Potsdamer Staatskanzlei am Montag, 19. März 2018, persönlich im Gubener Rathaus an den amtierenden Bürgermeister Fred Mahro und beteiligte Akteure überreicht. Woidke: „Die Folgen der Abwanderung vor allem junger Menschen sind enorm. Deshalb ist es aller Unterstützung wert, wenn engagierte Bürger diesen Trend stoppen und umkehren wollen. Das Konzept in Guben ist schlüssig und hat das Zeug zum Musterbeispiel für weitere Initiativen im Land. Ich hoffe und wünsche, dass es gelingt, viele Gubener von einst zu einer Heimkehr zu bewegen. Dass viele einst abgewanderte Menschen inzwischen an eine Rückkehr in ihre Heimat denken, ist einer der schönsten Beweise für den gelungenen Brandenburger Aufbruch“.


Die Stadt Guben, die Gubener Wohnungsgesellschaft mbH (GuWo) und der Marketing und Tourismus Gu-ben e.V. (MuT) haben in den vergangenen Wochen gemeinsam das Konzept der Rückkehrerinitiative entwickelt, um alle wesentlichen Gubener Akteure aus den Bereichen Wirtschaft, Verwaltung, soziale Einrichtungen und Freizeit in einem Netzwerk zusammenzuführen sowie Angebote für potentielle Rückkehrer und Zuzugswillige zu entwickeln. „Auf Basis dieses gebündelten Informationsgeflechts sollen In-teressierte, die ihre Fühler wieder in Richtung Heimatstadt ausstrecken, oder die einen neuen Lebensmittelpunkt in Guben suchen, beraten werden – und auf Wunsch ein Rundum-Sorglos-Paket vom Jobangebot über die passende Mietwohnung bis hin zum Kitaplatz oder Freizeitmöglichkeiten erhalten“, erklärt Initiator und GuWo-Geschäftsführer Martin Reiher. Damit sich die Rückkehrerinitiative nach der Pilotphase im laufenden Jahr bis 2021 auch finanziell selbst trägt, werden nun auch Gubener Unternehmen und Einrichtungen gesucht, die sich als Partner an der Kampagne beteiligen. Als erste Projektpartner haben im Rahmen der Auftaktkonferenz die Energieversorgung Guben, Gubener Sozialwerke, GuWo sowie der MuT eine entsprechende Leistungsvereinbarung unterzeichnet und damit den zusätzlichen Eigenanteil von 15.000 Euro gesichert.


Projektträger der neuen Rückkehrerinitiative „Guben tut gut.“ ist der MuT e.V. In den Räum-lichkeiten der Touristinformation an der Frankfurter Str. 21 in Guben wird eine sogenannte Willkommensagentur eingerichtet. Dort steht die Koordinatorin der Initiative, Linda Geilich, ab sofort als zentrale Ansprechpartnerin für interessierte Rückkehrer und Zuzügler sowie ge-schäftliche Netzwerkpartner zur Verfügung – E-Mail: agentur@guben-tut-gut.de bzw. Tele-fon: 03561/3867 oder 0176/87907376. „Ich freue mich darauf, Rückkehrwilligen wie Neu-Gubenern dabei zu helfen, wieder in ihrer alten oder neuen Heimat Fuß zu fassen und möch-te sie mit gezielten Beratungsangeboten zum Arbeiten, Wohnen und Leben in der Neißestadt versorgen“, sagt Geilich. Als wichtigste Kommunikationsplattform werde derzeit der Internettauftritt der Initiative unter www.guben-tut-gut.de erarbeitet. Begleitet wird die Rückkehrerkampagne zudem durch Werbemittel, wie frankierte Postkarten, regionale Produktpakete oder Merchandise-Artikel mit dem eigens entworfenen Logo. Darüber hinaus sind ein Gubener Rückkehrtag in der Weihnachtszeit und die Präsentation mit einem Infostand zu publikumsreichen Veranstaltungen, wie dem Frühlings- oder Appelfest, geplant. Zunächst können Gubens Gäste und Interessierte am Ostersamstag, 31. März 2018, die Gelegenheit nutzen und von 10 bis 12 Uhr auf der Promenade am Dreieck Material zur Rückkehrerinitiative an einem Servicestand erhalten und persönlich mit der neuen Koordinatorin ins Gespräch kommen.


Gubens amtierender Rathauschef Fred Mahro begrüßt das Engagement zur Rückgewinnung von Einwohnern ausdrücklich und sprach den Vertretern der Potsdamer Staatskanzlei seinen Dank für die Förderung der Gubener Rückkehrerinitiative aus. Mahro: „Nach der starken Abwanderung in der Nachwendezeit ist diese gezielte Förderung von Rückwanderung vor allem für die Fachkräftesicherung Gubens wichtig. Aber auch unser soziales Miteinander wird mit jedem weiteren Zuzügler gestärkt, der sich hier vor Ort mit seinen Erfahrungen und neuen Ideen einbringt“.
Profitieren soll die Gubener Initiative auch von der Mitgliedschaft im landesweiten Netzwerk „Ankommen in Brandenburg“ (www.ankommen-in-brandenburg.de), das im Herbst 2017 gegründet wurde. In Brandenburg gibt es bereits einige lokale Rückkehrerinitiativen, deren Er-fahrungen darüber gebündelt und Möglichkeiten für gemeinsames Agieren ausgelotet werden. „Im Netzwerk treten die Initiativen in Erfahrungsaustausch miteinander und möchten gemeinsam mehr potentielle Rückkehrer und Zuzügler erreichen, als es jede einzelne Initiative schaffen könnte“, erklärt Sven Guntermann vom Netzwerk „Ankommen in Brandenburg“ anlässlich der Fördermittelübergabe in Guben.


Hintergrund:
Das Werben um Rückkehrer und Zuzügler nach Brandenburg wird durch die Landesregierung weiter intensiviert. Die Potsdamer Staatskanzlei unterstützt im Jahr 2018 vier Initiativen, die sich um ehemalige Brandenburgerinnen und Brandenburger sowie Zuzügler kümmern, mit insgesamt knapp 200.000 Euro. Neben der Rückkehrerinitiative „Guben tut gut.“ erhalten im laufenden Jahr folgende Vorhaben Fördermittel: das Modellprojekt „Wege ins Land. Vernetzte Heimat Brandenburg“, die Rückkehrererinitiative „Comeback Elbe-Elster“ aus Finsterwalde und das Projekt „hierzulande(n)“ in der Märkischen Schweiz.

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