Ich möchte zeigen, was Guben so besonders macht

Interview mit Elke Garzke, Patin beim Probewohnen 2026

Probewohnen-Patin Elke Garzke (li.) im Gespräch mit Linda Geilich von der Willkommensagentur.

Frau Garzke, warum engagieren Sie sich als Patin beim Probewohnen?

Ich bin selbst 2020 aus Potsdam nach Guben gezogen und fühle mich hier pudelwohl. Als mich dann im Frühjahr eine Freundin gefragt hat, ob ich mir vorstellen könnte, mich als Patin zu engagieren, habe ich sofort zugesagt. Jetzt freue ich mich darauf, unseren Gästen auf Zeit zu zeigen, was Guben so besonders macht, und hoffe, dass noch mehr junge Familien entdecken, welche Chancen sich hier bieten.

Welche sind das zum Beispiel?

Für mich ist es die Kombination aus Stadt und Natur. Ich wollte nie auf dem Dorf leben, weil mir gute Infrastruktur wichtig ist. In Guben habe ich beides: Bahnhof, Krankenhaus, Bibliothek, Schwimmhalle und gleichzeitig viel Grün.

Außerdem ist das Leben bezahlbar – anders als in Potsdam, wo Wohnraum für viele kaum noch erschwinglich ist. Hier dagegen konnten wir gemeinsam mit Freunden ein Mehrfamilienhaus mit großem Garten kaufen. Dort haben wir viel Platz und sind in wenigen Minuten zu Fuß in der Innenstadt. Wir brauchen kein Auto und sind dank des Bahnhofs trotzdem schnell in Berlin, Potsdam oder Leipzig. Kinder können durch die kurzen Wege früh selbstständig werden.

Welche Lieblingsorte würden Sie „Ihren“ Probewohnern zeigen?

Den Deulowitzer See, die Theaterinsel und die Gubiner Altstadt. Ich bin gern auf der polnischen Seite unterwegs. Für mich fühlt sich der Gang über die Neiße immer ein bisschen wie ein Kurzurlaub an.

Wie haben Sie Ihr Ankommen damals in Guben erlebt?

Unglaublich herzlich. Unsere Nachbarn haben uns mit offenen Armen empfangen. Daraus sind Freundschaften entstanden – auch generationenübergreifend. Diese Offenheit hat mich wirklich beeindruckt und das gebe ich nun gern zurück.