Warum nicht jede Wiese gemäht wird

Die GuWo pflegt ihre Grünflächen ab sofort in Eigenregie

Grünpfleger Ronny Blaskoda (li.) und Frank Fiegler mit Andy Fitzner (re.)

Die GuWo bewirtschaftet in Guben nicht nur gut 3.300 Wohnungen und Gewerberäume, sondern auch jede Menge Grün, weiß Frank Fiegler vom Kundenservice: „Zu unserem Bestand gehören etwa 250.000 Quadratmeter Wiese und Mulchflächen auf ehemaligen Abrissflächen.“ Das entspricht immerhin der Fläche von 35 Fußballfeldern.

Ein Großteil davon ist Wiese, die vier bis fünf Mal pro Jahr gemäht wird, so Fiegler: „Das hängt vom Wetter ab, in sehr trockenen Jahren wächst das Gras langsamer.“

Viele Jahre wurde die Grünpflege an externe Dienstleister vergeben. Seit dem Sommer übernimmt das die GuWo selbst und hat dafür drei neue Mitarbeiter eingestellt: Ronny Blaskoda und Andy Fitzner haben beide langjährige Berufserfahrung in der Garten- und Landschaftspflege. Als Springer steht ihnen bei Bedarf Tobias Heyn zur Seite. Er gehört seit Mai zum neunköpfigen Hausmeister-Team der GuWo. Dort betreut er das Wohngebiet Altstadt und unterstützt punktuell die Grünpflege.

Neben der Rasenmahd gehört dazu auch das Verschneiden von Hecken, das Beseitigen von Totholz, das Ausbringen von Neupflanzungen und das Auffüllen von Mulch.

Ausgenommen von der Grünpflege sind, bis auf einen Rasenkantenschnitt, alle Abrissflächen der GuWo. Da es immer wieder zu Nachfragen führt, erklärt Frank Fiegler, wie wichtig solche kleinen Wildnisflächen für das Stadtklima und die Natur sind: „Wo Blumen und Kräuter wachsen dürfen, finden Insekten mehr Nahrung, und damit auch die Vögel. Das führt zu mehr Artenvielfalt.“

Ein weiterer positiver Effekt sind geringere Betriebskosten: Je seltener die Rasenmäher zum Einsatz kommen, desto weniger Kosten entstehen. So können die Kosten für die Mieter stabil gehalten werden, während die bisherigen externen Dienstleister bereits eine Preissteigerung angekündigt hatten.

Übrigens: Die Betriebskostenabrechnung für 2025 wird seit Mitte August verschickt und ist hoffentlich in den nächsten Wochen bei allen Mietern im Briefkasten.