Messdienst sorgt für mehr Service & Transparenz

Die GuWo.services übernimmt die Verbrauchserfassung des gesamten Bestandes

Oliver Birkhold (Mitarbeiter Messdienst) beim Auslesen des Heizkostenverteilers

Die GuWo.services GmbH trägt den Servicegedanken bereits im Namen. In den vergangenen Monaten hat sie ihren Service noch weiter ausgebaut. Das Tochterunternehmen der Gubener Wohnungsgesellschaft übernimmt künftig die Verbrauchserfassung des gesamten GuWo-Bestandes. Momentan liegt diese Aufgabe zum Großteil noch bei externen Partnern wie Kaloriemeta und Techem.

„Wir haben bereits 2018 begonnen, unseren eigenen Messdienst aufzubauen“, blickt Frank Fiegler von der GuWo zurück. „Zum 1. Januar 2026 übernehmen wir alle Bestände, die bisher durch Partnerfirmen betreut wurden.“ Dann kümmert sich das vierköpfige Messteam um etwa 13.500 Heizkostenverteiler sowie rund 3.500 Warmwasser- und 1.700 Kaltwasserzähler. Die Umstellung auf die neue Technik ist in vollem Gange. Dort, wo der Wechsel der Geräte noch ansteht, werden die betroffenen Mieter rechtzeitig informiert.

Die Umstellung bringt mehrere Vorteile mit sich – sowohl für die GuWo als auch für die Mieter. Zum einen kann die GuWo.services künftig schneller, flexibler und wirtschaftlicher arbeiten. Muss beispielsweise ein Heizkörper ausgetauscht werden, braucht es keinen zweiten Handwerker-Termin mehr, da der Zähler gleich durch einen GuWo.services-Mitarbeiter installiert wird.

Die Mieter profitieren außerdem von der modernen Technik. Denn mit dem Wechsel der Zuständigkeit ging – dort, wo sie noch fehlte – der Einbau moderner Funkmesstechnik einher. Damit lassen sich die Verbrauchsdaten bequem vom Büro aus ablesen; der jährliche Vor-Ort-Termin entfällt. Auch die Betriebskostenabrechnung kann dadurch schneller erstellt werden.

Mit der neuen Technik erfüllt die GuWo zugleich eine gesetzliche Vorgabe: Ab 2027 müssen Mieter regelmäßig über ihren Verbrauch informiert werden. 2021 hatte die Bundesregierung die entsprechende Heizkostennovelle beschlossen. Diese sieht eine sogenannte unterjährige Verbrauchsinformation vor. Damit erhalten Mieter regelmäßig ihren aktuellen Heizkostenverbrauch – auf Wunsch per Brief oder digital.

„Immer zum 1. und zum 15. des Monats speichern die Heizkostenverteiler ihre Werte, die wir dann direkt vom Rechner aus erfassen und an die Mieter weitergeben können“, so Fiegler. So wird die Abrechnung nicht nur transparenter, sondern auch moderner und komfortabler.

Via Bildschirm mit dem Heizungskeller verbunden

Dank neuer Technik wird die Wartung erleichtert und Energie eingespart

Der Herbstanfang machte seinem Namen in diesem Jahr alle Ehre: Der 22. September ging mit einem Temperatursturz von etwa 20 Grad einher. Für die neue Technik in den Heizungskellern der GuWo war das der erste Stresstest, wie sich Andreas Kücholl erinnert: „Als ich am Montagfrüh in unsere neue Software für die Heizungen geschaut habe, blinkten mehrere Anlagen gelb.“

Das neue Programm setzt auf ein Ampelsystem: Grün bedeutet, dass alles in Ordnung ist; Gelb weist auf ein Problem hin; Rot steht für einen Heizungsausfall. Das Problem am Morgen des Herbstanfangs war schnell identifiziert: Das System registrierte eine zu geringe Vorlauftemperatur in den Heizungskellern im Verhältnis zu den kalten Außentemperaturen. Das konnte umgehend behoben werden.

Dass die Techniker der GuWo.services GmbH so schnell reagieren können, ist der Digitalisierung der Heizungskeller zu verdanken. Im Sommer waren in den etwa 140 Heizstationen im Bestand der GuWo neue Mess- und Steuerungstechnik sowie Sensoren installiert worden. Sie ermöglichen die Echtzeitüberwachung relevanter Daten wie Temperatur und den Betriebszustand der Pumpen. Diese werden direkt auf die Bildschirme des Technikteams der GuWo übermittelt.

„Durch die technische Optimierung der Heizstationen wollen wir Energie und CO₂ einsparen. Zusätzlich erhalten wir durch die Echtzeitübermittlung der Werte Kenntnis über den Arbeitszustand der Heizungsanlagen. Arbeiten sie fehlerfrei oder gibt es ein Problem? Die Software zeigt uns an, wo genau das Problem lokalisiert ist, und unterbreitet Lösungsvorschläge“, erläutert Projektleiter Andreas Kücholl.

In den kommenden Monaten werden alle erfassten Daten ausgewertet und die Anlagen weiter optimiert. Beim nächsten Wetterumschwung dürften dann alle Ampeln auf Grün stehen.