Im Juli war nun endlich der offizielle Baustart, Ende 2026 sollen die ersten Mieter in den Wohnblock Hegelstraße 2-6 einziehen können. Mit einer Investitionssumme von knapp vier Millionen Euro ist der Umbau zum Seniorenwohnen das derzeit größte Bauprojekt der Gubener Wohnungsgesellschaft, wie Projektleiterin Yvonne Warnecke berichtet: „Wir werden in dem Haus vom Boden bis zum Dach fast alles anfassen: Die Grundrisse werden verändert, aus bisher drei Eingängen wird einer, wir bauen einen Aufzug und einen Laubengang ein und bringen zusätzliche Balkone an.“ All das geschieht in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz, denn der Block ist als Teil des Wohngebiets „Denkmal mit Gebietscharakter“. Während also im Inneren alles von links auf rechts gedreht wird, soll sich an der Fassade möglichst wenig ändern.
So bleiben die beiden Balkone auf der Vorderseite des Gebäudes erhalten und können über den Laubengang von allen Mietparteien genutzt werden, beispielsweise für einen kleinen Schwatz mit den Nachbarn. Ohnehin wird Gemeinschaft bei dem Projekt großgeschrieben, so Christian Kühne von der GuWo: „Bei den Planungen für das Haus konnten wir auf die Erfahrungen der Gubener Sozialwerke zurückgreifen. Deren Pflegefachzentrum direkt nebenan vereint unter seinem Dach ebenfalls altersgerechte Wohnungen. So haben wir uns in der Hegelstraße 2-6 für einen großen Gemeinschaftsraum entschieden, weil wir sehen, dass Räumlichkeiten für gemeinsame Aktivitäten im hohen Alter sehr gefragt sind.“ Im Gemeinschaftsraum mit Kochecke und kleinem Bad können die Mieter Familienfeiern ausrichten oder sich gemeinsam mit der Hausgemeinschaft treffen. Die 2-Raum-Wohnungen selbst sind mit 33 bis 48 Quadratmetern als Singlewohnungen für Alleinstehende konzipiert.
Ein weiteres großes Plus des Projekts ist der Standort: „Die Lage ist sehr attraktiv“, weiß Christian Kühne: „Eine Bushaltestelle und ein Supermarkt befinden sich in der Nähe, gleich nebenan können die Angebote des Pflegefachzentrums genutzt werden.“ Dazu gehören die Begegnungsstätte mit ihren kulturellen Veranstaltungen, der Friseur- und Kosmetiksalon „La Belle“ und das Restaurant Wilhelm, das täglich außer montags einen wechselnden Mittagstisch anbietet. Wer irgendwann mehr Unterstützung im Alltag braucht, kann bei Bedarf die Tagespflege oder den ambulanten Pflegedienst der Gubener Sozialwerke nutzen.
Beispielgrundriss einer Wohnung mit und ohne Balkon