Gubener Wirtschaftsförderung ist gut aufgestellt

Gemeinsame Vermarktung der Doppelstadt mit vielen Projekten auf den Weg gebracht

2018 ist das Jahr der Gubener Wirtschaft. In keinem Jahr vorher sind ähnlich viele wichtige Weichen in Sachen Wirtschaft gestellt worden wie in diesem. Verwaltung, Wirtschaftsförderung und Bürgermeister Fred Mahro positionieren den Standort auf verschiedenste Weise und gehen auf die Wirtschaft zu.

25. Juli 2018: Erstes Gubener Unternehmertreffen

Das erste Unternehmertreffen der Stadt Guben hat bereits am 25. Juli 2018 stattgefunden. Rund 40 Unternehmerinnen und Unternehmer waren der gemeinsamen Einladung der kommunalen Wirtschaftsförderung und des Bürgermeisters Fred Mahro in das Volkshaus an der Bahnhofstraße gefolgt. Auch der erste Vizepräsident des Unternehmerverbandes Brandenburg- Berlin e. V., Reinhard Schulze, war unter den Gästen. „Die Stadt verdankt ihren Positivtrend in der Wirtschaftsentwicklung auch dem breit aufgestellten und erfolgreich agierenden Mittelstand. Deshalb ist es uns als Verwaltungtig, in den direkten Austausch mit den ansässigen Unternehmerinnen und Unternehmern zu treten, damit wir gezielt und zeitnah auf ihre betrieblichen Problemstellungen eingehen können“, formulierte Mahro im Juli. Das Stadtoberhaupt regte an diesem Tag auch die Bildung eines Gubener Unternehmerbeirates an, um künftig kommunalpolitische Entscheidungen vorab aus erster Hand mit den betroffenen Unternehmen zu erörtern. Weitere Themen waren die Stärkung der Existenzgründungsstruktur, die Sicherung von einpendelnden Fachkräften sowie der weitere Ausbau der Kriminalitätsprävention. Außerdem ging Gubens Kämmerer Björn Konetzke auf die im Doppelhaushalt 2019/20 gesteckten Ziele ein: In den kommenden zwei Jahren sollen insgesamt rund elf Millionen Euro in unterschiedlichste Projekte investiert werden. Die anwesenden Gäste begrüßten die Vorhaben des Bürgermeisters und schlugen vor, das Unternehmertreffen einmal pro Quartal fortzusetzen.

10. September 2018: Wirtschaftsfilm der Eurostadt Guben-Gubin

Am 10. September hatte der neue „Wirtschaftsfilm der Eurostadt Guben-Gubin“ inoffiziell auf YouTube Premiere. Der von der Leipziger Firma „Sons of Motion Pictures“ produzierte Film von gut drei Minuten Länge wird zukünftig sowohl durch Fakten als auch durch Emotionen für den Wirtschaftsstandort Guben-Gubin werben. Beide Bürgermeister signalisieren darin deutlich, dass sie die Zusammenarbeit leben und es ihnen mit der Wirtschaftsförderung ernst ist. „Es gibt keine anderen Grenzstädte, die so kompakt und eng beieinander sind wie Guben und Gubin“, beschreibt Bürgermeister Fred Mahro die Besonderheit der Neißestadt. „Wir leben hier den europäischen Gedanken“, betont auch Gubins Bürgermeister Bartłomiej Bartczak. Der Guben-Gubiner Wirtschaftsfilm entstand im Rahmen des Interreg- VA-Projektes „Zwei Rathäuser – eine Eurostadt“, das als zentrales Ziel die gemeinsame Wirtschaftsförderung definiert hat. Daher wurde dieser Film ergänzend zu den bereits veröffentlichten Imagefilmen auch in englischer Sprache erarbeitet und ist u. a. unter dem Link https://www.youtube.com/watch?v=A2_X3RV1HII&t=16sauf YouTube zu sehen.

11. September 2018: Deutsch-polnische Wirtschaftskonferenz

Die zweite, grenzübergreifende Wirtschaftskonferenz in der Eurostadt Guben- Gubin hat rund 40 Unternehmen beiderseits der Neiße am 11. September zusammengebracht. Erklärtes Ziel des Treffens war der Austausch und das Vernetzen der anwesenden Vertreterinnen und Vertreter deutscher und polnischer Wirtschaftsfirmen. Den Auftakt in der gut gefüllten Alten Färberei Guben bot die offizielle Premiere des neuen Wirtschaftsfilms der Eurostadt. Danach haben Gubens Bürgermeister Fred Mahro und Gubins Stadtoberhaupt Bartłomiej Bartczak die Gäste aus der Neißeregion und darüber hinaus begrüßt. Mahro: „Wir engagieren uns in Guben und Gubin seit einigen Monaten gemeinsam für die Wirtschaftsvermarktung unserer Stadt in zwei Ländern und stellen dabei die Wettbewerbsvorteile in Deutschland und Polen nebeneinander – so verstehen wir die Philosophie eines Miteinanders in Europa.“

Dr. Klaus Freytag, Beauftragter des Ministerpräsidenten für die Lausitz, ging in seinem folgenden Vortrag auf die Herausforderungen des Strukturwandels ein und formulierte: „Es ist eine enorme Chance, in einer Grenzregion zu leben, denn hier wird Europa definiert – gemeinsam geht es immer besser.“

In der anschließenden Podiumsdiskussion wurde die Frage gestellt: Wie lockt man Investoren an die Grenze? Für Gubins Bürgermeister Bartłomiej Bartczak war die Antwort einfach: „Durch persönliche Kontakte. Manchmal sind es ganz kleine Details, die die Entscheidung beeinflussen.“ Teilnehmer der Konferenz war auch die Firma Tekra. Die Tochter des Leverkusener Kranbauers „Depa“ hat sich 2008 in Gubin angesiedelt und mittlerweile mehr als 200 Mitarbeiter. „Eigentlich ist damals ein ganz anderer Standort favorisiert worden“, erzählt Bartczak. Doch im Gespräch mit den Investoren habe er mit seinem Fachwissen über die Anzahl der Sitze im Leverkusener Fußballstadion glänzen können. Der Bürgermeister ist überzeugt, dass dies den Ausschlag für die Ansiedlung gegeben habe. Das Interesse an Kontakten zu Unternehmen im Nachbarland war groß. Das zeigte der volle Saal mit den Vertretern der deutschen und polnischen Unternehmen. Beidseitig interessant war auch das dreiminütige „Speeddating“, bei dem sich die Unternehmen kurz vorstellten und eventuelle Kooperationen evaluieren konnten.

Neben einem weiteren geplanten Unternehmertreffen im November werden in den kommenden Monaten die Strukturen der Wirtschaftsförderung neu justiert, um die Schlagkraft weiterzuerhöhen.