Wohn- und Geschäftshaus mit Vorbildcharakter

Für die Sanierung der Frankfurter Str. 19 gab es jetzt das Qualitätssiegel „Gewohnt gut“

Im Sommer 2022 konnte die Sanierung des Mehrfamilienhauses Frankfurter Straße 19 abgeschlossen werden und die erste Mieterin einziehen. Gut ein Jahr später gab es für die beispielhafte Sanierung des Hauses eine Auszeichnung: Der Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen (BBU) verlieh am 26. Oktober das „Gewohnt gut – fit für die Zukunft“ an die Gubener Wohnungsgesellschaft.

„Die GuWo hat mit diesem Sanierungs-Projekt attraktiven und generationengerechten Wohnraum in der Haupteinkaufsstraße von Guben geschaffen“, begründete BBU-Vorständin Maren Kern die Jury- Entscheidung: „Durch zielgerichtete Sanierungsarbeiten wurde hier ein hoher Leerstand beseitigt und modernes, barrierearmes Wohnen in Zentrumslage gestärkt. Die GuWo hat sich damit vorbildlich um die Lebensqualität in Guben und die Zukunftsfähigkeit der Stadt verdient gemacht.“

Umbau und Sanierung des Hauses waren eines der größten Bauvorhaben des Unternehmens in jüngster Zeit. Von Anfang 2021 bis Mitte 2022 wurde das in den 1960er Jahren errichtete Gebäude grundhaft saniert und umgebaut. Im Erdgeschoss wurden ehemalige Lagerräume zu Wohnungen umgebaut. Zudem konnte sich der „einLaden“ wie geplant vergrößern. Direkt nebenan ist das Yogastudio „Auszeit“ eingezogen. Zudem wurde in den Fünfgeschosser ein Aufzug eingebaut, sodass alle Wohnungen barrierefrei erreichbar sind. Fast jede der 2- und 3-Raum-Wohnungen verfügt jetzt über eine Terrasse oder einen großzügigen Balkon und besondere Grundrisse. Im Innenhof sind Grünflächen, Sitzgelegenheiten und PKW-Stellplätze entstanden. Insgesamt wurden drei Millionen Euro investiert.

Das ausgezeichnete Vorzeigeprojekt ist zugleich ein Baustein des Stadtumbaus. Die zuletzt 2017 aktualisierte Strategie sieht eine Stärkung der Altstadt Ost und West vor. Dazu gehört – wie in der Frankfurter Straße geschehen – die Sanierung und Aufwertung von Wohnraum. Perspektivisch wird die Bevölkerung von Guben weiter schrumpfen und der Altersdurchschnitt steigen. Das erfordert Anpassungen in der Stadtstruktur und vor allem beim Wohnungsbestand. Der Rückbau von Wohnungen wird weiterhin erforderlich sein, da Leerstand hohe Kosten verursacht. Hierbei will die GuWo dem Ziel der Stadtspitze folgen und den Rückbau möglichst von außen nach innen steuern. Die Innenstadt soll gestärkt werden, hier wird weiter neuer Wohnraum entstehen.

Dabei werden sowohl die Bedürfnisse der zunehmend älteren Bevölkerung berücksichtigt: Immer mehr Wohnungen im Stadtgebiet sind barrierefrei. Aber auch eine zweite Zielgruppe hat die Gubener Wohnungsgesellschaft im Blick: Es kommen verstärkt junge Familien, viele von ihnen aus dem Nachbarland Polen, aber auch Rückkehrer. Für sie entstehen große Wohnungen mit ausreichend Räumen. Insofern sieht die GuWo die jüngste Auszeichnung als Wertschätzung und Bestätigung der bisherigen Arbeit: „Die Auszeichnung ermutigt uns in unserem Engagement für eine lebendige Stadtentwicklung der Europastadt“, so Geschäftsführer Martin Reiher. Das City-Quartier könnte der nächste wichtige Baustein für eine Belebung und Aufwertung der Innenstadt werden.